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Kleine Fotoschule - Ein bischen Technik - Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit

Neben der Blende ist auch die Belichtungszeit eine wichtige gestalterische Größe. Wenn wir mit der Blende einstellen konnten, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt, können wir mit der Belichtungszeit einstellen, wie viel Licht wir in einer gewissen Zeit sammeln wollen.

Wir wissen ja: Wenn wir eine hohe Schärfentiefe erzielen wollen (Landschaftsaufnahme) müssen wir die Blende schließen. Damit kommt weniger Licht an. Damit das Foto nicht zappenduster wird, müssen wir eben mehr Licht sammeln - wir müssen länger belichten!

Man kann die Belichtungszeit nicht unendlich ausdehnen. Gab es früher beim Film den Schwarzschild-Effekt, so haben wir es heute mit Hotpixeln (bunte Punkte) und starkem Rauschen zu tun. Gute Kameras machen dann ein Dunkelbild. Auf diesem sind dann nur die Hotpixel zu sehen und werden aus dem fertigen Bild herausgerechnet.

Bei etwas teureren Kameras gibt es (meist auf dem Modusrad) den S-Modus: Zeitpriorität. Das S kommt aus dem Englischen und steht für Shutter, den Verschluss. In diesem Modus kann man die Zeit vorgeben und die Kamera wählt die passende Blende. Ganz wichtig für Sport, Konzert und Aktion!

Ferner beeinflusst die Belichtungszeit, ob wir verwackeln oder nicht. Bei Aufnahmen unter 1/30 Sek. mit Normalobjektiv neige ich so langsam aber sicher zum Verwackeln. Je nach Veranstaltung auch schon früher (kleiner Scherz...).

Noch einige Hinweise zu Belichtungszeiten für typische Situationen:

Beim Schach richten wir uns eher nach normalen Zeiten. Aber beim Badminton, Tennis, Tischtennis usw. müssen wir schnell werden! Belichtungszeiten unter 1/1000 Sekunden sollten wir hier anstreben. Das ist nicht immer einfach. Mal nachdenken: Aha, die Blende muss auf! Richtig, und zwar so weit es geht. Hier sind Besitzer von Objektiven mit Blendenöffnungen 1:2.8 klar im Vorteil. Falls es immer noch nicht reicht: Empfindlichkeit (ISO) hoch! ISO 800 ist oftmals ein Muss.

Für Mitzieher beim Motorsport, Rennveranstaltungen usw. nehmen wir (je nach Speed) eine Zeit im Bereich 1/200 - 1/30. Wird das dynamisch. Aber: Übung macht den Meister. Ist nämlich nicht ganz einfach.

Nachts belichten wir immer im Sekunden- bis Minutenbereich. Das wird hier besser erklärt.

Wir merken uns:

  • Die Belichtungszeit regelt, wie viel Licht auf dem Sensor gesammelt wird.
  • Action-Aufnahme: Super kurze Belichtungszeit &lt1/1000 Sek.
  • Bewegungsunschärfe: &gt1/60
  • Nachtaufnahmen &gt2 Sek - 10 Minuten
  • Lange Belichtungszeiten können das Rauschen erhöhen