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Vobiko 4.80

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Kleine Fotoschule - Licht (geblitzt)

Das Blitzen (ohne Donner, kleiner Scherz...)

Der Blitz an unseren Kameras lässt sich vielfältig einsetzen. Kompaktkameras neigen dazu, sehr häufig zu blitzen, um die Empfindlichkeit auf einem niedrigen Niveau halten zu können (Rauschen!!). Das zerrt am Akku. Wir schalten deshalb den Blitz ab und steuern ihn manuell. Aber wann und wie setzen wir den Kamerablitz ein?

Aufhellblitzen

Hier mal ein Beispiel, wann wir den Aufhellblitz unbedingt brauchen. Der Hase ist ohne Blitz unterbelichtet und nicht gut zu erkennen. Für ein Portrait ungeeignet!! Mit dem Aufhellblitz bei gleichbleibenden Belichtungsdaten (siehe Hintergrund) gelingt es, unser Modell doch noch gut abzulichten. Aufhellblitzen benutzt man in also bei Gegenlicht, um Details im Schatten einigermaßen zu beleuchten.

Ohne Aufhellbblitz (Gegenlichtsituation!) Mit Aufhellbblitz (Gegenlichtsituation!)

Besonders kritisch bei praller Sonne sind Schatten in Gesichtern. Kommt die Sonne oder die Lichtquelle auch noch von vorn, ist unbedingtes Aufhellblitzen angesagt. Am besten den Blitz dazu leicht absoften. Ich benutze immer ein frisches (sonst könnte es gelbliche und grünliche Farbabweichungen im Blitzlicht geben...) Papiertaschentuch, welches vor dem Blitz angebracht wird.

Blitzreichweite beachten!

Jeder Blitz hat nur eine begrenzte Reichweite. Ich muss immer schmunzeln, wenn Leute bei Sehenswürdigkeiten versuchen, diese in finsterer Nacht mit dem Blitz zu fotografieren (so in Paris beim Eifelturm beobachtet). Beim Blitzen nicht zu nah und nicht zu fern vom Objekt sein! Einen Hinweis gibt die Leitzahl des Blitzes, abgekürzt LZ. LZ 10 bedeutet, dass der Blitz eine Reichweite von ca. 10m hat. Ist man zu nah am Objekt, wird es meist gnadenlos überbelichtet, ist man zu weit weg, ist nur der Vordergrund hell und unser Objekt verschwindet in der Dunkelheit.

Rote Augen (oder genauer: Pupillen) vermeiden

Immer wieder ein Ärgernis. Rote Augen werden zwar beim Ausbelichten entfernt (meistens), oder lassen sich schön manuell retuschieren. Am besten ist es jedoch, rote Augen gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber wie?

Rote Augen entstehen beim Blitzen dadurch, dass das Licht des Blitzes durch die Pupillen an die Netzhaut gelangt und diese - schön durchblutet - das Licht zurückwirft. Natürlich kann man rote Augen im Bildbearbeitungsprogramm entfernen, es ist aber besser, diese nicht erst entstehen zu lassen. Mit Kompaktkameras ist das schwer, da das Blitzlicht eng neben der Optik eingebaut ist:

Rote Augen beim Blitzen

Das Licht gelangt vom Blitz durch eine weit geöffnete Pupille (es ist dunkel, sonst würde man ja nicht blitzen) in das Auge und wieder vom Augenhintergrund zum Film bzw. dem Aufnahmesensor. Tja, was tun?

Möglichkeit 1: Pupille zu!

Vorblitz gegen rote Augen

Diese Möglichkeit bringt uns der Vorblitz, auch Rote-Augen-Unterdrückung genannt. Der Blitz blitzt einfach zwei Mal: Der erste Blitz zündet, die Pupillen verengen sich und dann erfolgt mit dem zweiten Blitz die eigentliche Aufnahme. Hört sich gut an, funzt nur immer nicht richtig. Denn: Je später der Abend, desto träger die Gäste. Abspannung und Alkohol tragen dazu bei, dass unsere Pupillen langsamer reagieren. Oftmals zu langsam eben...

Möglichkeit 2: Extern Blitzen

Externer Blitz: Keine roten Augen!

Das ist die ideale Lösung. Ein externes Blitzgerät sitzt so weit von der optischen Achse Aufnahmemedium - Augenhintergrund weg, dass kein Licht direkt vom Augenhintergrund in die Kamera reflektiert werden kann. Es gibt auch für Kompaktkameras externe Blitzgeräte. So klappts auch mit dem Nachbarn!

Was fehlt? Richtig, die Blitz-Merksätze.

  • Blitz nach Möglichkeit manuell steuern
  • Bei Gegenlicht Aufhellblitz nehmen, eventuell durch Taschentuch absoften
  • Gegen rote Augen hilft oft nur ein externer Blitz
  • Alkohol und Abgespanntheit verlangsamt die Reaktion der Pupillen, rote Augen drohen
  • Unsere Modelle und Objekte sollen sich immer in der Blitzreichweite befinden.
  • Nachtaufnahmen leben ohne Blitz. Blitz zerstört meistens die Atmosphäre.