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Vobiko 4.80

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Kleine Fotoschule - Licht (available light) - Blaue Stunde / Nachtaufnahmen

Die blaue Stunde (available light)

Was heißt hier: Available Light? Nun, wir wollen mit dem Restlicht des Tages auskommen. Nichts dazutun! Etwas ganz besonderes ist die blaue Stunde. Die nehmen wir so gar nicht wahr, weil wir uns daran gewöhnt haben. Doch jeden Tag, kurz nach Sonnenuntergang filtert die Atmosphäre alles außer blau heraus (Einfallswinkel des Lichts). Mystisch! Einfach mal forschen und ausprobieren.

Blaue Stunde: Lago Maggiore Blaue Stunde: Hafen in Jersey

Nachtaufnahmen (available light)

Nachtaufnahmen sind ein wenig mein Steckenpferd. Available Light auf niedriger Stufe mit entsprechend langen Belichtungszeiten. Ich habe festgestellt, dass die Farben und das Licht in Nachtaufnahmen mehr verraten, als wir im flüchtigen Vorübergehen bemerken. Fantastisch! Für Nachtaufnahmen bzw. für Aufnahmen mit langer Belichtungsdauer bieten gute Kameras Rauschfilter. Unbedingt anschalten! Besitzer von Filmkameras sind da natürlich fein raus. Da rauscht nix, da gibt es höchstens Korn (vom Schwarzschild-Effekt mal abgesehen).

Obligatorisch für prima Nachtaufnahmen ist ein Stativ oder eine stabile Unterlage. Oftmals hat man kein Stativ dabei. Ich lege die Kamera dann auf eine Bank, drücke sie gegen den Laternenpfahl oder idealerweise stelle ich die Kamera auf eine waagerechte Fläche und benutze den Selbstauslöser oder die Fernbedienung. Als Blende wähle ich meistens die 8, um genügend Tiefenschärfe zu erreichen.

Für Effekte mit dem fließenden Verkehr (rote und weiße Linien) sollte die Belichtungszeit über 1 Sekunde liegen. Optimal wären 3 oder mehr Sekunden. Auch Spiegelreflexe auf Seen werden schön glatt, wenn man derart lange belichtet.

Nachtaufnahme: Brandenburger Tor Nachtaufnahmen: Verkehrsfluss (in Brüssel)

Die Belichtungszeit muss man durch Probieren herausfinden. Automatiken sind eher tabu, wenn man von teuren Kameras, die bis ISO 125000 können, mal absieht. Nachtaufnahmen sollen doch wie Nachtaufnahmen aussehen! Mit Automatik könnten diese zu hell werden, die Lichter fressen aus und das Bild ist bereit für den Papierkorb. Also: Manuell loslegen!

Na, dann merken wir uns mal:

  • Am besten vormittags oder nachmittags fotografieren
  • Pralle Mittagssonne erzeugt extreme Kontraste, bleicht Farben aus, ist also eher ungünstig.
  • Sonnenuntergänge immer etwas unterbelichten
  • Nachts für absolute Ruhe der Kamera sorgen
  • Blaue Stunde abpassen!